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George Gessler
George Gessler - Ihr Besuch im Atelierhaus
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«GeGe» der Picasso von Ottenbach

Ausstellung Altstadthalle Zug

Neue Zuger Zeitung am 2009-10-07
AutorIn: Wolfgang Holz / Bilder: Stefan Kaiser

Er ist nicht nur ein Künstler, der Hunderte von Bildern gemalt hat. Der 85-jährige George Gessler ist ein Lebenskünstler. Das sieht man heute noch.

Wer das Atelier des Ottenbacher Künstlers betritt, besucht eigentlich ein Museum. Ein Museum über die Kunst von «GeGe» - wie er liebevoll von allen genannt wird. Nicht nur weil überall Bilder von ihm hängen oder in allen Ecken verstaut sind. Das alte Haus im Landhusweg beherbergt auch unzählige Lebenszeugnisse des 1924 gebürtigen Zürchers. Von seinen Reisen in alle Welt. Von seinen literarischen Vorlieben. Von seinem Hang zum Pfeifenrauchen und zum Pastis-Trinken. Und auf drei Stockwerken in dem urchigen Gemäuer ist vor allem zu bestaunen, was für ein unermüdlicher Handwerker der Künstler in all den Jahren gewesen ist. «Das Besondere bei mir ist, dass ich alles selber mache», sagt der 85-Jährige mit seinem weissen Bart. Er hat die Leinwände seiner Bilder selbst bespannt, seine Farben mit Pigmenten angerieben und meistens sogar die Bilderrahmen selbst gezimmert. Gesamtkunst im wahrsten Sinn des Wortes.

Existenzialist par excellence

Das Gehen fällt «GeGe» inzwischen schwer - seine 28-jährige Tochter Nina stützt und führt ihn deshalb fürsorglich durch die einzelnen Räume des Ateliers. Seine zweite Ehefrau Katharina versucht liebevoll, das überbordende Werk ihres Mannes in Worte zu fassen. George Gessler selbst versprüht trotz seiner Gebrechlichkeit eine tolstoische Vitalität, die wie Blitze aus seinen Augen funkelt. Das ist kein Wunder. Denn der Ottenbacher Künstler - den seine Heimat kaum malerisch inspirierte, die Künstler-Boheme in Paris in den 1950er-Jahren dagegen sehr - ist ein Existenzialist par excellence. Das bezeugt nicht nur seine Liebe zu Frankreich und zur Provence - wo er immer wieder hingefahren ist. Wo er die Werke der Moderne - der Fauves, der Kubisten - wie ein Schwamm mit seinen Augen aufsog und später, in der Nüchternheit seines Ottenbacher Daseins, als Wiedergeburten der Fantasie auf seinen Leinwänden erstrahlen liess. Auch die grosse Verehrung von Picasso, dem «GeGe» in seinem Atelier an einer Wand in Form einer SchwarzWeiss-Fotografie ein Plätzchen gewährt, schimmert in seinen vielen Ölgemälden durch. Insbesondere Picassos erotische Hommage an die Frau im Allgemeinen und an seine Musen im Besonderen, die sich in Gestalt von Hunderten und Aberhunderten Frauenbildern manifestierte, lebt auch in «GeGes» Werk. Bis heute. Seine Muse hiess und heisst Dominique. Eine Frau, die er einst in Paris kennen lernte, sie immer wieder traf, bis er sie irgendwann aus den Augen verlor. In seinen malerischen Reinkarnationen erwacht sie immer wieder - mal vollbusig, mal schleierverhüllt, mal romantisch beseelt.

HINWEIS
Seine Ausstellung in der Altstadthalle, Untere Altstadt 14, in Zug ist bis zum 25. Oktober täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Express:

- Bei der Ausstellung zeigt der Künstler eine breite Palette seines Schaffens.

- Reisebilder stehen im Zentrum seines vielseitigen Werks.



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