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George Gessler
George Gessler - Ihr Besuch im Atelierhaus
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Engagierte Malerei?

Ge Gessler:

AAZ am 1973-05-11
AutorIn: hg / Bilder: zvg

Während der nächsten zwei Wochen stellt der bekannte Zürcher Künstler Ge Gessler einen Teil seiner Werke im Foyer der Aula im Oberstufenschulhaus Ennetgraben in Affoltern a. A. aus. Vielen Kunstfreunden aus unserem Bezirk ist er gut bekannt, ist er doch seit Jahren in Ottenbach ansässig. Ueber das Leben des Künstlers wird in einem späteren Artikel berichtet, hier soll nur auf seine Ausstellung, welche Zündstoff für heisse Diskussionen enthält, hingewiesen werden.

Das Werk des Künstlers hat sich in Zyklen entfaltet, was den Maler laufend zu immer intensiveren Auseinandersetzungen mit dem gewählten Stoff zwingt. So entstehen Bilder mit einer unerhörten Dichte an Aussage und Symbolkraft, Bilder, die man nicht nur beschaulich geniesst; sondern solche, die unter die Haut gehen, die engagieren. Beispiele solcher Zyklen wären Landschaft, Passion, Fête, der Krieg, Fischfang auf Antibes, Camino, Fischer aus Syrakus, Taormina-Primavera, Tod auf Stromboli, um nur einige zu nennen.

Die Bilder Ge Gesslers sind in Komposition und Farbe von ausserordentlicher Harmonie erfüllt, welche jeden Kunstfreund unmittelbar anspricht. Leicht geht diese Schönheit ins Auge und löst beglückendes Empfinden in uns aus, erzeugt Staunen über solche Meisterschaft in der Bildgestaltung und der Farbgebung. Aber hinter diesen Bildern steckt weit mehr als höchstes technisches Können. Dahinter steht ein Mensch, der die grossen Probleme der Menschen zu verarbeiten sucht, einer, der Aengste und Sehnsüchte der Menschheit kennt und nach Lösungen ringt.

So wird der Künstler zum Mitgestalter der Zukunft. Mit seinen Visionen vermag er uns Fingerzeige zu geben, wie das Morgen sein könnte. Damit greift GeGe ein heisses Eisen an, eines, das noch zu viele Zeitgenossen meiden und verdrängen. Wer aber die mannigfaltigen Bedrohungen, welche die menschliche Existenz überschatten, nur andeutungsweise erfasst, findet in einigen Bildern des Künstlers gültige Aussagen. Dass diese Bilder schockieren, ist nicht zuletzt eine Absicht des Malers, denn Tod, Vernichtung, Irrsinn des Krieges, Drohungen der Atombomben, biologische Veränderungen können nicht anders auf uns wirken. Gerade dieser Teil der Bilder verdient es, von einem grossen Publikum angeschaut und vor allem studiert zu werden. Vor diesen Bildern werden die hitzigsten Diskussionen stattfinden, hier wird sich Abscheu von begeisterter Zustimmung trennen. Mancher Besucher wird zum Abschluss seines Ausstellungsbesuches gerne die «schönen» Bilder der andern Zyklen ansehen und dort sich auch eine Anschaffung überlegen.

Die reichhaltige Ausstellung verdient einen guten Besuch. Sie ist vom 12.-27. Mai täglich von 20-22 Uhr geöffnet, Samstag zusätzlich von 15-17 Uhr, Sonntag von 10-12 und 15-19 Uhr, montags, geschlossen. Kommen auch Sie bald, denn Sie werden mindestens einen zweiten Besuch machen wollen. hg


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