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Zukunftsvisionen eines Malers

Filmabend in der Galerie Zollweid

Zuger- und Luzernertagblatt am 1978-09-23
AutorIn: mls / Bilder: -

In der Galerie Art-Club «Zollweid» in Unterhünenberg zeigte der Zürcher Maler Georg Gessler zwei seiner Werkfilme. Im ersten Film erhielt der Zuschauer Einblick in das Schaffen des Künstlers. Im Film «Umwelt — Zukunftsvisionen eines Malers» stehen Themen wie Krieg, Zerstörung, Gefahr und Dämonie des modernen Verkehrs im Mittelpunkt.

mls. Als «Filmemacher» überraschte Georg Gessler die Ausstellungsbesucher in der Galerie Art-Club «Zollweid» in Unterhünenberg. Der Maler Georg Gessler führte zwei selbstgedrehte und vertonte Filme vor. In seinem ersten Film gewährt der Künstler einen Einblick in sein tägliches Arbeiten. An einem wunderschönen Herbsttag führt er den Zuschauer zu seinem Atelier im Maggiatal. Durch ein grosses Holztor gelangt der Besucher in einen romantischen Garten und anschliessend zum Reich des Künstlers. Georg Gessler, er nennt sich kurz GeGe, wartet unter der Haustüre und zeigt uns dann sein Atelier.

Seine Werkstatt...

GeGe arbeitet in einer fast mittelalterlich anmutenden Werkstatt. Da sind Gestelle an den Wänden voll mit Farbpulver in Gläsern, da stehen Flaschen und Fläschchen mit Oelen und Essenzen. Eine Art Servierboy mit farbverschmierter Platte zeugt davon, dass hier die Farben wohl angeführt und vermischt werden. Der Maler stellt nämlich alle seine Farben in althergebrachter Art und Weise selber her und grundiert auch die Leinwand selber. Als Entspannung dient ihm das Sägen und Hobeln der vielen Rahmen. Meist mit einem roten Sennenkitteli gekleidet und eine Pfeife rauchend, malt oder schreinert GeGe in seinem Atelier im Tessin oder seit neuester Zeit auch in seiner zweiten Werkstatt in Ottenbach ZH.

...und seine Arbeitsweise

Die Bilder, die unter GeGes Hand in den letzten Jahren Gestalt gewannen, sind Endergebnisse eines langen Werdeprozesses. Fast alle Bilder haben ihren Ursprung in einem Erlebnis, einer Stimmung von einer der vielen, oft monatelangen Reisen, die der Maler unternommen hat. Der Entstehungsprozess eines GeGe-Bildes kann in drei Hauptabschnitte eingeteilt werden. Erster Schritt: Skizzen an Ort. Zweitens: Malen von Oelbildern zu Hause: Landschaften, Städte, Menschen. Dritter Schritt: Weiteres Eindringen in das betreffende Land und seine Probleme. Die Bilder Georg Gesslers sind in Komposition und Farbe von ausserordentlicher Harmonie erfüllt. Sie zeigen meist positive Seiten eines Landes, vor allem von deren Architektur. Frühere Arbeiten erinnern oft an Glasfenster. Sie stehen in einer eigenartigen Verwandtschaft mit dem Futurismus und Kubismus. Die Arbeiten der neuesten Zeit hingegen weisen eine verstärkte Tendenz zum Malerischen hin. Die Liniengefüge treten etwas in den Hintergrund. Die Farbflächen führen in weichen Modulierungen ineinander über, ohne aber ein sichtbares geometrisches Gerüst zu verlieren.

«Umwelt — Zukunftsvisionen eines Malers»

Mit dem zweiten Film reisst der Künstler die Zuschauer aus einer heilen Welt heraus. Der Tod eines geliebten Menschen bei einem Verkehrsunfall bildet die Grundlage für die Bilderfolge: Umwelt-Zukunftsvisionen. Vorwiegend grossformatige Bilder sind in dieser wichtigsten Arbeitsperiode entstanden. Es sind lauter Anklagebilder: Autos, Verkehr, Friedhof, Tod, Atombombe, Aengste, Gefahren und Träume spiegeln diese Bilder im Film wider, stark untermalt mit atonaler Musik. So wird der Künstler zum Mitgestalter der Zukunft. Mit seinen Visionen will er uns zeigen, wie das Morgen sein könnte. Die Bilder schockieren. Aber Tod, Vernichtung, Irrsinn des Krieges, Drohungen der Atombombe und biologische Veränderungen können nicht anders auf uns wirken.

Mit seinem neuesten Werkfilm zeigt uns Gessler, dass er selber auch nicht in einer heilen, abgeschirmten Welt lebt, sondern die Aengste, Probleme und Sehnsüchte der Menschheit kennt und versucht, nach einer Lösung zu suchen.


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